Wednesday, February 07, 2007

Eine Kurzgeschichte

Nein, ich sag ihm gar nichts und tue so, als ob ich ihn nicht kenne. Denn das ist genau, was er machen wird.

Das letzte Mal, wo wir uns trafen, da war ich total durch einander; ich war so aufgeregt, dass ich ihn beinahe geschubst habe und mein Gesicht brannte stark, dass er meine Unsicherheit wahrscheinlich bemerkt hatte.

Aber dieses Mal ..dies Mal muss ich ganz ruhig sein, als ob er für mich nichts wert ist, was ja zukünftig sein soll. Denn eins muss ich endlich begreifen: Meine Hoffnungen bezüglich dieser Person wird sich nie und nimmer erfüllen. Denn was hätte man anders erwatet, er ignoriert mich immer. Warum sollte ich mich eigentlich jedes Mal vorbereiten auf den bangen Moment..der Moment, an dem er an mich näher kommt. Was schon geschehen ist, unter uns bzw. mit uns, kann weder noch mal aufgegriffen noch verbessert werden.

Jetzt reiβ dich mal zusammen und es wird schon alles gut laufen. Es ist nur ein Moment und es wird nachher alles in Ordnung sein..hoffentlich..

Ist es wirklich ein Moment, der sofort vergeht? Ist es so leicht, wie ich es mir überzeugen will? Oder ist es eher nicht wie ein Schicksaalsmoment für mich?
Vorher muss ich mir überlegen, was zu machen ist, wenn er mit mir redet. Ich muss auch planen, was zu machen, wenn er –was ja höchstwahrscheinlich passieren würde- wenn er mich auch gar nicht anguckt.

Und dann kommt die Krise von nachher, also nach dem scheuβlichen, ja verdammten (wenn auch erwünschten) Moment: Warum hat er mich vernachlässigt, mich ignoriert? Warum hat er mindestens nicht danach gefragt, wie es mir geht?

Oder vielleicht –was übrigens auch möglich wäre-frage ich mich genau das Gegenteil: Warum hat er mit mir gesprochen? Warum ausgerechnet mit mir? Es gab ja viele andere Leute um uns an diesem Moment. Oder wusste er vielleicht, dass ich ihn irgendwie erwartete? Oder glaubte er, dass ich, und nur ich, die Antwort auf seine Frage weiβ? Auch wenn dies richtig wäre, dann wollte er eben die Antwort und nicht diejenige, die diese Antwort geben wird.

Warum quäle ich mich immernoch? Warum werfe ich mich andauernd in einem Meer, wovon mich niemand retten wird?! Warum will ich das Rest meines Lebens in Verwirrungen verbringen?! Warum will ich ihn nicht ein für alle Mal vergessen?! Habe ich mich nicht vor kurzem entschieden, dieses Thema zu schlieβen und nie wieder drauf einzugehgen. Denn er kennt mich nicht. Er weiβ ja höchstens, dass ich das eine oder andere Mal mit ihm gesprochen habe. Jedoch weiβ er nicht, wer ich bin. Bin ich nicht seine..

2 comments:

Nadia said...

Soll ich ihn für dich erledigen? ;)

Nice soliloquy/stream of consciousness!
I liked it! :)

Nada said...

Nein, sollst du nicht. Das ist das einzige, was mir gefaellt.

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